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Hofer-Anhänger

Eine Diskussion im Wikipedia-Cafe zur österreichischen Bundespräsidentenwahl 2016. Die Nummern in den eckigen Klammern zeigen an, wer wem antwortet.

Österreichische Bundespräsidentenwahl zum xten

Hofer-Anhänger
Hofer.jpeg aus Wikimedia Commons. Fotograf: Ulrich prokop, CC-BY-4.0

[1] Diese Laster fahren zu Hunderten auf Österreichs Straßen. Hofer (Hofer ist der österreichische ALDI) hat zwar diese Beschriftungen bereits 2012 appliziert, also lange bevor Norbert Hofer als Kandidat aufgestellt wurde, aber in dieser sehr brisanten Zeit ist diese Namensgleichheit in meinen Augen äußerst problematisch. Ich habe Hofer angeschrieben und erhielt eine nichtssagende automatisierte Antwort der Pressestelle. Mich würde interessieren, ob Ihr meine Bedenken für überzogen hält, oder ob Ihr auch der Meinung seid, dass ein politisch neutrales Unternehmen mit einem intakten Gefühl für political correctness nicht für die Dauer des Wahlkampfes diese Werbeaufschriften überdecken müsste. Andererseits könnte man unterstellen, dass die durch die Namesgleichheit zufällig entstandene Werbewirksamkeit gewollt, zumindest aber wissend (ein Übeldenkender würde vermuten wohlwollend) hingenommen wird. up (Diskussion) 08:17, 20. Okt. 2016 (MESZ)

[2] Halte deine Bedenken nicht für überzogen: ABER diesen Bedenken muß sich allein die Firmenleitung stellen, denke ich. Hofer ist ein Allerweltsname, du kannst der Firma nicht verbieten, ihren Namen in ihrer Werbung zu verwenden. „Hofer Anhänger“ mag grenzwertig zweideutig sein, aber das wären andere Kombinationen auch. Außerdem: du magst einen Standard-Antwort bekommen haben, aber du weißt nicht, welche Reaktionen du firmenintern ausgelöst hast. —Maresa63 Talk 08:37, 20. Okt. 2016 (MESZ)
[3] Hier ist die Wikipedia! Wir sollten uns zuvörderst über den fehlenden Bindestrich unterhalten! ;) Dumbox (Diskussion) 09:49, 20. Okt. 2016 (MESZ)
[4] Genau, dafür gibt es ja schon den stehenden Begriff „Hofer-Anhänger-Leerzeichen“. Oder nein, das war ja Deppenleerzeichen. Aber egal, ist dasselbe ;-) —AMGA (d) 09:55, 20. Okt. 2016 (MESZ)
[5] Also für mich ist das ein Anhänger aus Hof. —Digamma (Diskussion) 11:01, 20. Okt. 2016 (MESZ)
[6] Firma Hofer (siehe Logo) aus Hof? (Welches eigentlich?) Na so ein Zufall. —AMGA (d) 11:23, 20. Okt. 2016 (MESZ)
[7] Nein, das ist ein Anhänger aus Altenberge, Vreden, Gotha, Berlin, Toddin, Zaragoza (Spanien), Panevėžys (Litauen), St. Petersburg (Russland) oder (unwahrscheinlich) Wuhan (China), laut Wikipedia, Schmitz Cargobull. Grüße Dumbox (Diskussion) 11:46, 20. Okt. 2016 (MESZ)

[2] Mit dem „wohlwollend“ ist das so eine Sache. Man mag vermuten, dass unter ALDI/Hofer-Kunden der Anteil von FPÖ-Anhängern womöglich höher ist als in der Gesamtbevölkerung, aber ich kann mir schwer vorstellen, dass so ein Unternehmen mit Leichtigkeit ca. 50% der Bevölkerung (in diesen brisanten Zeiten, wie du sagst) als potentielle Kunden abschreiben will. Wenn die Werbeabteilung halbwegs professionell arbeitet, hat sie entsprechende Zielgruppenbefragungen durchgeführt und sich dann zwischen Pest und Cholera (denn ein Übertünchen wäre ja durchaus auch als Statement zu verstehen) fürs Behalten entschieden. Grüße Dumbox (Diskussion) 10:04, 20. Okt. 2016 (MESZ)
[3] Ich finde die Idee, dass sich eine Firma, die zufällig gleich heißt wie ein Politiker, sich deshalb umbenennen oder ihre Werbeslogans ändern sollte, doch für etwas lächerlich, zumal Hofer ja kein Hitler, Stalin, o.Ä. ist. —MrBurns (Diskussion) 12:14, 20. Okt. 2016 (MESZ) PS: außerdem denken die Leute, wenn sie den Supermarkt Hofer (oder einen LKW von denen) sehen wohl kaum an Norbert Hofer. Ansonsten ist der Hofer nach meinen Erfahrungen durchaus in allen sozialen Schichten beliebt, ich glaube also nicht, dass sich der durchschnittliche Hofer-Kunde sehr stark von der Durchschnittsbevölkerung im Einzugsgebiet der Filialen unterscheidet. Wenn gibts wahrscheinlich bei den Hofer-Kunden sogar weniger Hofer-Wähler als bei der gesamtösterreichischen Bevölkerung, weil Hofer eher im urbanen Bereich vertreten sind und dort wurde gemäß Nachwahlbefragungen bei der 1. Stichwahl mehrheitlich VdB gewählt. —MrBurns (Diskussion) 12:20, 20. Okt. 2016 (MESZ)
[4] Falls der (über)nächste Spitzenkandidat einer Partei „Otto“ heißt, schreibt ihr dann auch das Versandhaus in Hamburg an, die sollen ihren Slogan „Otto find ich gut“ nicht mehr bringen? Gruenschuh (Diskussion) 15:11, 20. Okt. 2016 (MESZ)
[2] Oiso i hoab sehr gloacht! (Unpolitisch, versteht sich. Alles andere wäre ja doch zu sehr pc.) —Delabarquera (Diskussion) 12:23, 25. Okt. 2016 (MESZ)
[3] Es scheint nicht genug Proteste zu geben (warum auch), denn sonst hätte die Firmenleitung schon längst die Änderung – im KundenGeschäftsinteresse – veranlaßt. So wie sie es auch mit dem Duschbad mit der im Hintergrund abgebildeten Moschee (steht Morgenland für Entspannung, gar Endspannung?) tat. —Tommes  09:21, 4. Nov. 2016 (MEZ)


Lizenz: CC-BY-SA-3.0-AT
Einleitende Bemerkung, Anpassungen:  Christoph Waghubinger / Café-Beitrag: siehe Signaturen

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Zu Hilfe!

Richtschwert
Detalj klinga – Livrustkammaren – 48167 II. Foto: Göran Schmidt auf Wikimedia-Commons. Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Ein jugendlicher Vielleser bat neulich im Wikipedia-Café dringend um neuen Lesestoff. Zahlreiche hilfsbereite Wikipedianer versorgten ihn daraufhin mit Tipps, angefangen bei den Lustigen Taschenbüchern, den Scheibenwelt-Romanen, bis hin zu Kafkas Prozess und einem Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch. Der bemerkenswerteste Beitrag stammt allerdings von einem kreativen User:

Du hast Glück! Erst vorhin habe ich in der Bücher-Grabbelkiste bei Woolworth gewühlt und mir ein paar Klappentexte notiert:

„Der Dickdarmsammler“: Im Bankenviertel von Helsinki geht die Angst um. Immer wieder werden in anrüchigen Kontaktsaunen grausam verstümmelte Frauenleichen gefunden. Gegen den Willen ihres Vorgesetzten beginnt die erfolgsverwöhnte Tatortreinigerin Silja Valkeapää undercover zu ermitteln. Getarnt als Putzfrau versetzt sie sich mit weiblicher Intuition in das kranke Hirn des bestialischen Serienkillers, und kommt der grauenvollen Wahrheit auf die Spur. Der Täter hat Verbindungen in allerhöchste Kreise, bis hinein in die Geschäftsleitung von IKEA. Dann entdeckt sie einen Horror, der alles bisher da gewesene in den Schatten stellt: Kopien ihrer eigenen Darmspiegelung. Für Silja beginnt nun ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit.

„Die Abdeckerin“: Rotenburg ob der Tauber, 1573: Nach dem Tod ihres geliebten Vaters hat Heloysia Metzel, das einzige Kind des reichsstädtischen Abdeckers, nur einen Wunsch: die Weiterführung der ererbten Abdeckerei. Doch die strengen Satzungen ihrer Zunft verbieten Frauen die Ausübung dieses uralten Gewerbes. Da fasst sie einen waghalsigen Plan: Als Mann verkleidet, gibt sie sich als ihr verschollener Bruder Matthias aus, und mit Tatkraft und Verstand kann sie ihr Ziel erreichen: das Amt des Wasenmeisters. Unterstützt wird sie hierbei einzig durch den jungen Glücksspieler Balthasar von Blankenstein, der nicht nur sein Herz an sie verliert. Doch da kehrt unversehens ihr tot geglaubter Bruder zurück: als Scharfrichter im Gefolge des Ketzerjägers Zebulon Graus von Streckeisen. Als die Beziehung zwischen ihr und Balthasar bekannt wird, schweben sie beide in höchster Gefahr, denn der junge Adlige wird unter der Anklage der Sodomie gefangen genommen. Doch Heloysia kämpft mit allen Mitteln um ihr Lebensglück. Ein praller Historienroman aus schicksalsschweren Zeiten.

„Der Leghorn-Trail – Tausend Hühner für Durango“: Nach Goldfunden in der Sierra Madre strömen Massen von Abenteurern und Gesetzlosen in die Gegend. Die Nuggets sitzen so locker, wie die Zähne, und das einzige, was fehlt, ist ein gelegentliches Huhn im Topf. Einige Minenbesitzer suchen nun nach einem fähigen Trail-Boss, der diesem Missstand abhelfen soll. Doch dieser Herausforderung ist nur einer gewachsen: Slate McCool, ein ehemaliger Leutnant der Südstaaten-Armee, der in den Weiten der Badlands verwilderte Haushühner jagt. Es gelingt ihm, einen stolzen Leitgockel zu zähmen, und eine Handvoll der härtesten Männer seiner Zeit um sich zu scharen. Nun beginnt der lange Ritt nach Süden. Doch entlang des Trails lauern nicht nur blutgierige Hühnerhabichte und Apachen auf der Jagd nach frischen Federn. Die gleichermaßen temperamentvolle, wie anachronistische Tierschutzaktivistin Prudence Mahoney sorgt darüber hinaus für böses Blut und heiße Nächte.
Viel Spaß ;-) Geoz (Diskussion) 17:47, 2. Dez. 2015 (MEZ)

Einleitung: Christoph Waghubinger
Café-Beitrag: Geoz
Textlizenz: CC-BY-SA-3.0-AT